Sonderausstellung Urweltbäume

Am Kyffhäuser findet man Bruchstücke von versteinerten Baumstämmen. Im Kupferschiefer sind Abdrücke von Farnen und Koniferen zu entdecken. Beispiele für diese regionaltypischen Pflanzenfossilien aus dem Karbon und Perm sehen Sie in der Dauerausstellung des Spengler-Museums.

Die Baumfossilien in unserer kleinen Sonderausstellung sind Leihgaben eines Privatsammlers. Seiner freundlichen Unterstützung ist es zu verdanken, dass das Museum das Thema Urweltbäume in diesem Jahr mit vielen Fundstücken etwas vertieft darstellen kann. Die meisten der gezeigten Baumfossilien stammen aus der Zeit vor 350 - 250 Mio Jahren (Karbon und Perm). In diesem Zeitraum gab es zunächst große Bärlappbäume und riesige Schachtelhalme, die sich durch Sporen vermehrten. Auch die Farne hatten Baumformat. Allmählich entwickelten sich die Koniferen, deren nackte Samen in Zapfen stecken. Es war damals stiller im Wald als heute, denn Vögel gab es noch nicht.

Ausstellungsdauer: 2. Februar bis 5. Mai 2019

 

 

 

Vortragsveranstaltung EINAR SCHLEEF. DER MALER.

Der Theatermann Einar Schleef genoss mit seinen Bühnenbildern und Inszenierungen einen ebenso umstrittenen wie einzigartigen Ruf. Der Schriftsteller, Fotograf und der bildende Künstler Schleef ist dagegen wenig bekannt. Das ist umso bedauerlicher, als Schleef seine Künstlerlaufbahn in der Malerei begann und, wie der Bildernachlass im Kunstmuseum Moritzburg deutlich macht, ein begnadeter Zeichner war. Der Vortrag unternimmt den Versuch, Schleef erstmals im Kontext der damaligen zeitgenössischen Kunst zu verorten.

Schleef selbst hat nach seinem Wechsel ins Bühnenbild und in die Regie ununterbrochen weiter gemalt und gezeichnet und dabei völlig neue Bildformen entwickelt, wie die Tagebuchbilder oder die Schriftbilder. Zwischen Comic, Piktogramm und ästhetischer Auflösung der Schrift kreieren diese Malereien Bildhybride, die in der damaligen Kunstszene ohne Beispiel waren.

Die Einordung in Tendenzen der Kunst zwischen den 70er und 90er Jahren wird zeigen, dass Schleef zwar jenseits der Öffentlichkeit, aber auf der Höhe avanciertester Positionen operierte und auch in diesem Fach zu den Ausnahmekünstlern zu rechnen ist.

Michael Freitag, Direktor der Lyonel-Feininger-Galerie Quedlinburg, geht davon aus, dass die Bilder Einar Schleefs den Schlüssel zum Verständnis seines gesamten Werkes darstellen. Bevor Michael Freitag Direktor der Lyonel-Feininger-Galerie Quedlinburg wurde, hat er als stellvertretender Direktor und Sammlungsleiter des Kunstmuseums Moritzburg in Halle den Bildernachlass von Einar Schleef betreut. Er war u. a. Kurator der großen Ausstellung "EINAR SCHLEEF. DER MALER. 2008 im ehemaligen Karstadtgebäude in Halle (Saale).

Termin: Sonnabend 23. Februar 2019

Ort: Vortragsraum des Spengler-Museums

Beginn: 15 Uhr, der Eintritt ist frei!

 

 

 

Veröffentlichung zu Einar Schleef

Für alle, die Einar Schleef näher kennen lernen möchten, bietet das Spengler-Museum eine interessante Veröffentlichung an:

 

Wolfgang Behrens: Einar Schleef, Werk und Person, Berlin 2003,

Preis 3,50 Euro

Handliche, faktenreiche chronologische Biographie aufgrund einer breiten Quellengrundlage mit Fotos

 

 

 

Chronistische Aufzeichnungen Sangerhausen

Frau Hildrun Hauthal hat Ihre interessanten "Chronistischen Aufzeichnungen von Sangerhausen 1980 - 1989" neu aufgelegt und ein neues Heft "Chronistische Aufzeichnungen 1970 - 1980" zusammengestellt. Die Broschüren sind für 2,- Euro bzw. 3,- Euro im Spengler-Museum zu bekommen.

 

 

 

Ausstellungsbegleitheft "UND DIENSTAGS ZUR DEMO ... " Die friedliche Revolution 1989 in Sangerhausen

Die Publikation enthält eine Chronologie der Ereignisse vom Frühjahr 1989 bis zum Frühjahr 1990 in Sangerhausen sowie viele Fotos und Dokumente aus der Zeit. Sie ist für 4,- Euro im Spengler-Museum erhältlich.